In Myanmar gibt es unzählig viele Pagoden. Und in diesen sitzen wiederum noch viel mehr Buddhas. Während unserer Reise in Burma haben wir  unfassbar viele davon gesehen.  Wir waren davon einfach nur hingerissen!

Als wir in Mandalay waren, haben wir daher beschlossen, uns anzuschauen, wie diese hergestellt werden.

Eine ganze Straße voller Steinmetze

In der Nähe der Mahamuni Pagode gibt es die Kyauk Ist Tan Straße, in der ein Steinmetz neben dem anderen seine Werkstatt hat. Dort werden hunderte Buddhas und andere heilige Figuren in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen hergestellt. 

Wenn Ihr Euch wundert, warum die Buddhas immer sehr ähnliche Haltungen haben: der Buddhismus hat verschiedene Gesten („Mudras“), welche eine spirituelle Bedeutung haben. An diese Vorgaben müssen sich die  Künstler halten.

In der Regel bestehen die Buddhas aus Marmor. Meist wird weißer, manchmal aber auch grauer oder hellblauer Marmor verwendet.

Zuerst wird der grobe Umriss der Figur auf einem Marmorblock eingezeichnet. Dieser Umriss wird mit einer Säge abgesägt, so dass sich ein grober erster Entwurf der Statue ergibt. Diese Arbeiten erledigen meist einfache Arbeiter.

In mehreren Schritten werden dann die Umrisse immer weiter mit Bohr- oder Fräsmaschinen verfeinert, bis ganz zum Schluss die Details durch die erfahrenen Meister herausgearbeitet werden. Hierfür werden professionelle Schleifgeräte verwendet, welche mich an meinen guten alten Dremel Schleifer aus meiner Jugendzeit erinnern.

Schleifen und Polieren – ohne Staubschutz

Erst ganz zum Schluss wird der Marmor – meist von fleißigen Frauenhänden – unter Einsatz von viel Wasser und Sandpapier glatt poliert. Und wenn vom Kunden gewünscht, wird er noch kunstvoll bemalt.

Was uns erstaunt hat, ist dass die Handwerker keinen Staubschutz tragen. Gesund kann das nicht sein, wenn man bedenkt, dass diese meist viele Jahre in den Betrieben tätig sind.

Der Kauf einer Buddha Figur

Die Herstellung einer Buddhafigur dauert zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten. Ähnlich proportional verhalten sich auch die Preise.

Ich war von den Statuen so angetan, dass ich mir einen sitzenden Buddha mit einer Höhe von etwa 35 cm gekauft habe. Ich war in mehreren Werkstätten und habe die Preise verglichen, so dass ich ihn letztendlich für 130$ in den Händen halten konnte. Ich halte das für einen fairen Preis angesichts der vielen Arbeit, welche die Steinmetze haben. Und für mich ein großartiges Andenken an ein wundervolles Land!