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Mit Gaudí durch Barcelona

Mit Gaudí durch Barcelona

Was wäre Barcelona ohne Gaudí! Vermutlich wie Rom ohne Michelangelo oder Salzburg ohne Mozart!

Antoni Gaudí, 1852 geboren, machte seinen Abschluss 1878 auf der Architekturschule in Barcelona. Er erschuf einen eigenwilligen, zeitlosen Stil mit organisch wirkenden Formen. Geschwungene Linien, weiche Formen, Keramikfliesen oder die häufige Anlehnung an natürliche Formen von Flora und Fauna prägen seine Bauwerke.

Zu verdanken sind die Meisterwerke unter anderem Eusebi Güell, einem Industriellen, der Gaudí regelmäßig beauftragte.

Basilika Familia Sagrada

Mit zu den berühmtesten und eindrucksvollsten gehört die Familia Sagrada, eine römisch-katholische Basilika, welche 1882 begonnen wurde, aber bis heute noch nicht fertiggestellt ist. Durch Spenden finanziert wird der Bau voraussichtlich 2026 abgeschlossen sein.

Dieses faszinierende Gebäude zieht jeden Besucher sofort in seinen Bann. Außen mit 18 Türmen versehen und der Eingang mit dem Leidensweg Jesu verziert, innen wie ein Ausschnitt aus den Matrix-Filmen mit leuchtenden Waben und steinernen Säulen, welche an Bäume erinnern und die 112 Meter hohe Basilika tragen.

Ein Muss für jeden Besucher Barcelonas!

Casa Batlló

Gaudí erhielt den Auftrag zur Renovierung und Umgestaltung eines bestehenden Gebäudes, der Passeig de Gracia 43. Diesen nahm er wörtlich, fügte zwei Stockwerke hinzu und veränderte die Fassade von Grund auf. Es entstand ein buntes, mit vielen Verzierungen und Kacheln versehenes Baukunstwerk, welches eine eigene Persönlichkeit zu haben scheint.

Die Balkone gleichen Augen, die den Betrachter verfolgen. Die organischen Formen ähneln Knochen, Pflanzen oder Masken, das Dach mit Schuppen und Hörnern erinnert an den Rücken eines Sauriers. Gekrönt ist es mit Schornsteinen und einem weißen Kreuz.

Der Innenhof spielt mit den Farben des Wassers, er geht fließend von blau in weiß über. Hunderte rautenförmige Kacheln fließen die gesamte Fassade und umhüllen elegant die braunen Fenster.

Casa Milà (La Pedrera)

Nur wenige Häuser weiter steht mit der Nummer 92 der Passeig de Gracia die Casa Mila. Sie ist auch als La Pedrera, der Steinbruch, bekannt.

Das Gebäude verfügt über drei unterschiedliche Fassaden. Diese drei Fassaden vereinigen sich zu einer einzigen und erzeugen eine faszinierende Wellenbewegung im Stein. Die gekrümmten, eisernen Balkone bilden dazu einen eigensinnigen Gegenkontrast.

Die Dachterrasse ist die eigentliche Attraktion: sie ist über und über mit einem Wald aus Kaminen bedeckt, welche unterschiedlichste Skulpturen abbilden. Die Kamine dienen gleichzeitig  im Innern als Wasserspeicher und Treppen.

Ein echter Geheimtipp sind die Jazz Konzerte, welche im Sommer auf der Dachterasse des Gebäudes stattfinden. Eine Übersicht der Termine findet sich auf der offiziellen Seite des La Pedrera.

Park Güell

Der Auftrag für den Park Güell stammte von Eusebi Güell. Es sollte ein anspruchsvoller Park für die Aristokratie von Barcelona gestaltet werden.

Auch diese Aufgabe ging Gaudí mit der ihm eigenen Kreativtät an. Das Ergebnis ist ein Park, welcher durch märchenhafte Gebäude und steinernde Skulpturen geprägt ist. Viele Wege und Durchgänge sind mit atemberaubenden Keramikarbeiten verziert, ebenso wie die Drachenfontaine am Eingang des Parkes.

Zu besichtigen ist dort auch Gaudís ehemaliges Privathaus, in welchem sich heute ein kleines Museum befindet und welches besichtigt werden kann.

Einen tollen Zeitrafferfilm über Barcelona hat übrigens Rob Withworth gedreht. Anschauen lohnt sich!

Über den Autor

Oliver Heinrich

Weltenbummler, Fotograf, Storyteller. Reist seit zwei Jahrzehnten um den Erdball und bringt verrückte Geschichten und unzählige Beweisfotos mit heim. Lieblingszitat: „Die schönsten Dinge im Leben sind keine Dinge.“

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