Südlich von Dawei befinden sich einige wunderschöne, teils noch komplett unbebaute, menschenleere Strände. Für den Abschluss unserer Myanmar Reise hatten wir beschlossen, hier ein wenig auszuspannen.

Sin Htauk Beach

Wir buchten uns am Sin Htauk Beach ein. Dort wurden unter Mithilfe eines Deutschen einige einfache, aber schöne Bungalows direkt am Strand errichtet. Der Strom kommt aus Solarzellen und das kostenlose Trinkwasser wird durch ein einfaches, aber effektives Regenerationssystem gewonnen.

Der Weg von Dawei dauert per Wagen etwa 1,5 Stunden. Die Straße wird derzeit zwar neu gebaut, insbesondere auf den letzten Kilometern kann man die Anreise durchaus als ein wenig abenteuerlich beschreiben: 

die letzten rund zwei Kilometer von der Straße zum Strand können nur zu Fuß zurückgelegt werden. Daher empfiehlt sich das Gepäck auf einen kleinen Rucksack zu reduzieren (am Strand braucht man eh nicht viel mehr als ein Badehöschen, Sonnencreme und aufgrund des direkt hinter dem Strand beginnenden Regenwaldes viel Moskitospray)! Am besten man tauscht sich vor der Anreise mit Olaf von den Sin Htauk Beach Bungalows aus – er kümmert sich gerne um einen Fahrer für die Strecke von Dawei!

Der Strand ist – abgesehen von einem Festnetz Telefon – von der Außenwelt komplett abgeschottet. Nur auf einem kleinen Aussichtspunkt einige Minuten entfernt hat man zwei Striche 3G, vorausgesetzt man nutzt eine Karte des lokalen Anbieters MPT. Der ideale Ort für einen kompletten Digital Detox!

Violine Beach

Geht man den Weg zum Aussichtspunkt weiter  durch den Urwald, erreicht man nach ca. 10-15 Minuten den Violine Beach. Dieser rund 8 Kilometer lange, weiße Strand ist noch komplett naturbelassen. Während unserem dreistündigen Spaziergang bis zum Ende und zurück begegnete uns keine Menschenseele.

Begegnung mit der Instagram Krabbe

Begegnet sind wir jedoch unzähligen kleinen Krabben, von welchen die größten etwa 15 Zentimeter messen. Diesen extrem flinken und scheuen Tieren kann man sich in der Regel nur auf einige Meter nähern, dann verschwinden sie in einem Loch im Sand oder flüchten ins Meer.

Eine davon war jedoch extrem zutraulich und blieb selbst noch sitzen, als ich schon einen halben Meter vor Ihr stand. Eine zweite, die sich in einem Loch im Strand direkt daneben versteckte wurde von Ihr sogar herausgezogen, wie als um zu sagen: „Schau mal, das hast Du noch nicht gesehen – große weiße Wesen, die mit kleinen Kästen auf uns zeigen!“ Man hätte fast annehmen können, sie will ein Instagram Star werden! 

Als wir dann zu zweit vor Ihr standen, kam sie auf Sabine zugelaufen und ließ nicht locker. Sie vollführte einen regelrechten Tanz mit Ihr! Als Sabine zurückwich, wandte sie sich mir zu, um den Tanz fortzusetzen. Das Schauspiel vollzog sich so einige Minuten lang, ohne dass die Krabbe anstalten machte, sich in Ihr Krabbenhaus unter der Erde zurückzuziehen. Erst als wir unseren Spaziergang fortsetzen, ließ sie von uns ab. Vermutlich hat sie uns zum Abschied noch ein „Thwa bi“ hinterhergerufen.

Krabben Kornkreise

Sehr spannend sind auch die Kunstwerke, welche die gerade geschlüpften, sehr kleinen Krabben hinterlassen. Der ganze Strand ist voll damit. Wäre man nicht am Strand, könnte man meinen, jemand hätte hier Kornkreise gezogen!