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Kaffee und Kuchen in den schönsten Kaffeehäusern Budapests

Kaffee und Kuchen in den schönsten Kaffeehäusern Budapests

Budapest hat eine lange Tradition von Kaffeehäusern und Konditoreien. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts gab es mehr als 300 in der Stadt. Wir haben ein paar der Schönsten und Besten besucht.

 

New York Café

Die großen Literaren und Intellektuellen Ungarns haben sich hier häufig getroffen. Sie diskutierten, schrieben und tranken Kaffee.

Das New York Café beeindruckt seit der erfolgreichen Renovierung 2006 mit dem Glanz früherer Jahrhunderte. Die Decken und Wände sind reich verziert – Stuck, Figuren und vergoldete Leuchter wohin man sieht. Die Inneneinrichtung ist ein Genuss, genau wie die hervorragende Küche. Das findet auch die Dame aus Asien am Nebentisch, welche mit eigens mitgebrachten Mini-Stativ diverse Selfies aus unterschiedlichsten Perspektiven schießt und dabei fast das servierte Gedeck vergisst.

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Zum Kaffee passende Kuchen und allerelei süße Speisen, welche von flinken Kellnern an die Tische der anderen Gäste gebracht werden lassen, machen die Auswahl nicht einfach. Wir entscheiden uns daher zu einem „Best-Of“, einem Teller mit einer bunten Auswahl der angebotenen Köstlichkeiten.

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Diese sind so lecker, das wir ein paar Tage später einen zweiten Abstecher machen, um auch die hervorragenden Hauptspeisen und Cocktails zu probieren. Wieder ist der Service perfekt, man wird freundlich und zuvorkommend, jedoch nie aufdringlich bedient. Immer ist Personal in der Nähe, wenn man es braucht.

 

Kaffeehaus Gerbeaud

Henrik Kuglers Konditorei existierte schon 20 Jahre und war für seine exzellenten Leckereien bekannt, als er auf Emil Gerbeaud traf.

Cafe Gerbeaud, Budapest

Zusammen eröffneten Sie 1858 das Kaffeehaus Gerbeau am Vörösmarty tér  7, dem Alten Theaterplatz. Mit ihm erweiterte er die Palette an Köstlichkeiten. Ihre Liköre, Zuckerbonbons, Buttercremes, hunderte Sorten an Teegebäck und Zuckerwaren waren in ganz Europa bekannt. Viele Mitarbeiter kamen nur, um von den beiden Meistern lernen zu dürfen.

Cafe Gerbeaud, Budapest

Berühmtheiten wie Franz Liszt und Ferenc Deák verkehrten regelmäßig im Gerbeaud. Doch das Ziel von Kugler und Gerbeaud war es auch den einfachen Leuten von Pest die Möglichkeit geben, exzellente Konfiserie zu  bezahlbaren Preisen zu kosten. Jeder Kuchen, jede Praline ist ein kleines Kunstwerk und mundet auf der Zunge. Man könnte tagelang essen, wenn die Kalorien nicht wären!

 

Zum Kaffee gibt es grundsätzlich ein Glas Wasser und auch hier ist der Service sehr gut. Die Inneneinrichtung ist bis ins kleinste Details großartig gestaltet. Marmor, edle Hölzer und Bronze prägen das Bild. Stuck an der Decke im Rokoko-Stil runden das Bild ab. Wer zu Besuch in Pest ist, sollte hier unbedingt vorbeischauen! (Anmerkung am Rande: auch hier hat es uns so gut gefallen, dass wir noch ein zweites Mal vorbeigegangen sind).

Konditorei Ruszwurm

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Klein, aber fein ist hier die Devise. In der verglichen mit dem New Sork Cafe oder Gerbeaud kleinen Konditorei finden nur wenige Gäste Platz. Eventuell muss man ein paar Minuten warten, bis sich ein Tisch zum Ausruhen findet. Belohnt wird man dann aber mit feinen Pattiserie der wohl ältesten Konditorei von Budapest im antiquen Stil der 1820er Jahre!

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Die Konditorei Ruszwurm liegt nur einen Steinwurf von der Matthiaskirche entfernt. Daher bietet sich nach einem gemütlichen Kaffee ein Abstecher  zu einer Tour durch das Burgviertel geradezu an.

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Über den Autor

Oliver Heinrich

Weltenbummler, Fotograf, Storyteller.

Reist seit zwei Jahrzehnten um den Erdball und bringt verrückte Geschichten und unzählige Beweisfotos mit heim.

Lieblingszitat: „Die schönsten Dinge im Leben sind keine Dinge.“

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