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Unterwegs im Dalla-Dalla – günstig reisen mit dem Huhn auf dem Schoß

Unterwegs im Dalla-Dalla – günstig reisen mit dem Huhn auf dem Schoß

Tansania bietet im Wesentlichen drei Möglichkeiten zum Transport:

  • Im Taxi (die mit Abstand teuerste, aber auch komfortabelste Variante)
  • Per Sammeltaxi (bei dem man sich mit anderen ein Fahrzeug teilt)
  • Im öffentlichen Bus (auch Dalla-Dalla genannt)

Taxis

Taxi

Grundsätzlich gilt bei allen Taxis, dass man vor Fahrantritt den Preis aushandelt, um nicht einen überzogene Touristenpreis zu bezahlen. Am besten man erkundigt sich vorab im Hotel oder bei einem Guide, was die Fahrt maximal kosten darf. Meist hat man gut verhandelt, wenn man ca. 50-70% des vom Taxifahrer zu Verhandlungsbeginn genannten Betrages bezahlt.

Während man im Taxi je nach Verhandlungsgeschick beispielsweise bis zu 40 US$ für eine Fahrt von ca. 20-30 km auf Sansibar bezahlt, bietet das Dall-Dalla eine vielleicht nicht immer bequeme, jedoch jederzeit spannende und sehr günstige Fortbewegungsmöglichkeit.


Dalla-Dalla

Voll besetztes Dalla-DallaDa es in Tansania keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, werden von Privatpersonen Dalla-Dallas betriebenen. In aller Regel handelt es sich um kleine Busse oder umgebaute LKWs, in welchen (je nach Größe und Gelenkigkeit der Mitreisenden) sehr viele Personen passen können.

Ist auf den Sitzbänken kein Platz mehr, nimmt man gegebenfalls schon mal auf einem Sack Reis oder einem Farbeimer im Gang Platz. Auch wird manchmal das von dem Einheimischen erworbene Abendessen wie ein lebendes Huhn im Fahrgastraum mittransportiert.

Das Gepäck wird auf dem Dach gelagert, nur umgeben von einem kleinen Rand. Interessant, dass trotz der meist holprigen Straßen so gut wie nie etwas herunterfällt.

Das Dalla-Dalla startet meist an gekennzeichneten Bushaltestellen und fährt vorgegebene Ziele und Routen an, hält aber auch auf Zuruf der Gäste direkt am Wegesrand. Die Gebühr beträgt meist nur wenige tausend Schilling, so dass man beispielsweise für die obige Strecke nur 1-2 US$ bezahlt. Den Betrag muss man allerdings in lokaler Währung parat haben. Weiterer Vorteil: der Preis ist fix, sodass man nicht verhandeln muss.

Der Schaffner des Dalla-Dalla

Der Begriff Dalla-Dalla stammt übrigens vermutlich von dem früher in weiten Bereichen von Ostafrika als Währung gebräuchlichen (Maria-Theresia) Taler: um dem Fahrer das Anhalten oder Abfahren zu signalisieren, klopft der „Schaffner“ mit einer Münze an die Karosserie. Oft steht der „Schaffner“ auf einer an der Rückseite des Busses angebrachten Pritsche. Bei Geschwindigkeiten von 50-80 km/h auf den Landstraßen ein nicht ganz ungefährlicher Job.

Wie fasznierend die Serengeti sein kann, erfahrt Ihr in diesem Artikel über einen Ballonflug über die Savanne.

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Über den Autor

Oliver Heinrich

Weltenbummler, Fotograf, Storyteller. Reist seit zwei Jahrzehnten um den Erdball und bringt verrückte Geschichten und unzählige Beweisfotos mit heim. Lieblingszitat: „Die schönsten Dinge im Leben sind keine Dinge.“

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