Lissabon – übers Wochenende in die Hauptstadt von Portugal


von Leonie Labonte
Europa | Portugal | Reiseberichte | Städtereisen
19. Dezember 2021
19.
Dezember 2021

Guten Morgen, Lissabon!

Mit Blick aus dem Küchenfenster auf die Hafenseite der Stadt (wenn man genau hinschaut erkennt man sogar das Meer) genieße ich meinen Kaffee, während ich mir überlege, was ich heute in Lissabon alles erkunden möchte. Da ich zum ersten Mal in Lissabon unterwegs bin, bin ich unglaublich neugierig zu erfahren, was die Stadt zu bieten hat. Also laufe ich durch die Stadt, entdecke ihre Sehenswürdigkeiten und sauge das Flair der Stadt auf.

 

Ausblick von der Festungsanlage Castelo de São Jorge

Viele der engen Gassen führen direkt zum Hafen und bieten gerade von höher gelegenen Punkten einen fantastischen Blick über die Stadt. Diesen kann man auch auf dem Gelände des Castelo de São Jorge, einer jahrhundertalten und zum Teil durch ein Erdbeben zerstörte Festungsanlage, erhaschen. Die bekannte Burg von Lissabon garantiert mit ihrem 6000 m² großen Areal ein definitiv einzigartiges Panorama über die Stadt. Im Schatten der Bäume kann man seinen Blick über die Dächer der Stadt und den Fluss Tejo schweifen lassen. Mein Weg zurück in die Altstadt führt durch viele kleine Gassen

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, in denen man an vielen Ständen Souvenirs, Zeichnungen oder auch handbemalte Töpferei kaufen kann.

Lissabon - Blick über die Altstadt
Bunte Töpfereien

(Kulinarische) Attraktionen in Belém

Das Besichtigen der Altstadt verschiebe ich nach hinten und lasse mich vom Gewimmel der Straßen mitreißen. Von dort aus verschlägt es mich nach Belém. Belém ist ein sehr charmanter Stadtteil im Westen Lissabons

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, der besonders aufgrund seiner touristischen Attraktionen, wie beispielsweise dem Torre de Belém, verschiedenen Museen, dem Kloster Mosteiro dos Jerónimus und natürlich seinem Gebäck, den leckeren Pastéis de Belém, bekannt ist und geschätzt wird. Eine der populärsten Attraktionen Beléms ist wohl die Bäckerei, die schon seit 180 Jahren die leckeren Blätterteig-Puddingküchlein nach dem portugiesischen Originalrezept herstellt. Um diese kosten zu können, warte ich gerne.

 

Die drittgrößte Hängebrücke der Welt: Ponte 25 de Abril

Meine Erkundungstour führt mich – ausgestattet mit den Pastéis de Belém – vorbei an der riesigen Brücke Ponte 25 de Abril in Richtung Innenstadt. Ich frage mich, ob ich nicht eher auf die Golden Gate Bridge in San Francisco zugehe, da auch diese Brücke durch die typische orange-rote Färbung auffällt. Kurzzeitig fühle ich mich wie in einer Zeitkapsel, mit der man innerhalb von Sekunden zu einem anderen Ort gelangt.
Nur einen Wimpernschlag später finde ich mich dann in Rio de Janeiro wieder. Gleich hinter der „Golden Gate Bridge“ thront die riesige Jesusstaue Cristo Rei auf einem 82 Meter hohen Sockel. Eine portugiesische Straßenverkäuferin, die mich anspricht, um mir ihre Töpfereien zu zeigen, reißt mich aus meinen Gedanken und so komme ich nach einer kurzen Weltumrundung wieder in Lissabon an.

 

Lissabon - Ponte 25 de Abril

Shoppen in der LX Factory

Ich setze meine Erkundungstour fort und gelange kurze Zeit später wieder nach Belém. Dort besuche ich die bekannte LX Factory: Eine Straße mit vielen unterschiedlichen Geschäften, Restaurants und Läden, die einerseits zum Bummeln, andererseits zum Schlemmen einlädt. Nach einer kurzen Stärkung geht die Stadttour weiter. Besonders schön an Lissabon ist wohl die Tatsache, dass man neben der typischen Stadt auch das Wasser sehen, riechen und, wenn man möchte, auch an den Füßen spüren kann. Man kann etliche Kilometer laufen, hat einen tollen Blick auf den Hafen und kann gleichzeitig die weißen Häuser mit ihren roten Dächern bewundern. Obwohl Lissabon die Hauptstadt Portugals ist, hat man nicht das Gefühl in einer hektischen Millionenmetropole zu sein: Lissabon ist entspannt, fröhlich, bunt und vor allem im Sommer ziemlich sonnig.

 

Torre de Belém – das bekannte Wahrzeichen von Lissabon

Der Weg am Wasser entlang führt mich zu der nächsten Sehenswürdigkeit, dem Torre de Belém. Nicht ohne Grund wird der kleine Turm direkt am Wasser als eines der touristischen Wahrzeichen Lissabons bezeichnet. Der ehemalige Wachturm, gebaut nach arabischem Vorbild, verfügt über kunstvolle Verzierungen und die älteste Steinstatue eines Nashorns. Nicht nur der Wachturm zieht mich in seinen Bann, sondern das gesamte Viertel Belém. Das charmante Viertel zeichnet sich durch eine Vielzahl von grünen Parkanlagen sowie weiteren historischen Denkmälern aus, die ich mir gerne alle näher anschauen würde.

Kulinarische Spezialitäten im Mercado de Ribeira kosten

Auf dem Weg lausche ich einem Gespräch von Reisenden, die sich gerade über ihren Besuch im Time Out Market/Mercado da Ribeira austauschen. Kurzerhand beschließe ich ihrem Rat zu folgen. Die 1876 erbaute Markthalle liegt zentral am Bahnhof Cais do Sodré und begeistert mich vor allem mit ihrer über 100 Jahre alten Architektur (und natürlich dem leckeren Essen). Die Essenstände, die sich in der gesamten Markthalle verteilen, bieten allerhand kulinarische Spezialitäten. Egal ob asiatisch, italienisch, portugiesisch, Fisch, Fleisch, vegan, süß, sauer, salzig – im Mercado da Ribeira wird man sicherlich fündig. Die Sitzplätze in der Mitte der Markthalle laden zum gemütlichen Verweilen ein. Im Gegensatz zu vielen anderen Märkten zeichnet sich der Markt durch wirklich gutes Essen und ein stimmiges Preis-Leistungsverhältnis aus.

 

Päärchen läuft durch die Altstadt von Lissabon
Die gelbe Straßenbahn von Lissabon

Mit der historischen Straßenbahn durch die Stadt

Lissabon lässt sich – auch gerade wegen seiner teils hoch gelegenen Gassen – und den zum Teil müden Füßen, besonders gut mit der historischen Straßenbahn erkunden.

Weiter geht es für mich also mit der Bahn: Durch enge Gassen, an denen sich Einheimische tummeln und gemeinsam im Schatten ihrer Häuser essen, trinken, Karten spielen und den Sommer genießen.

 

Mein Fazit: wer sich einfach mal treiben lässt, findet die schönsten Orte!

Besonders wenn ich zum ersten Mal in einer Stadt bin und mehrere Tage zur Verfügung habe, laufe ich gerne ohne Ziel umher. Ich habe festgestellt, dass man so die schönsten und vor allem eher weniger bekannte Orte findet.

Loslaufen.

Den Vibe der Stadt fühlen.

Sich gehen lassen und dann finden, wonach man gar nicht gesucht hat.

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Wissenswertes

Wie lange braucht man, um Lissabon zu erkunden?

Um Lissabon in Ruhe zu erkunden, empfehlen sich 3-4 Tage.

Was ist typisch für Lissabon?
  • Die gelbe Straßenbahn
  • Die Blätterteig-Puddingküchlein Pastéis de Nata
  • Das rote Dächermeer
Ist Lissabon gefährlich?
Wie in jeder größeren Stadt sollte man besonders auf seine Handtaschen achten, da auch Lissabon von Taschendieben nicht verschont bleibt.
Welches Ausflugsziel kann man von Lissabon schnell erreichen?
Besonders sehenswert ist die portugiesische Stadt Sintra, die vor allem aufgrund ihrer Märchenschlösser und prächtigen Paläste bekannt ist. Zur Erkundung der Stadt eignet sich ein Tagesausflug von Lissabon aus prima.
Wo kann man in Lissabon die leckersten Cocktails trinken?

Von der SkyBar Lissabon hat man nicht nur einen fantastischen Blick über die Stadt, sondern kann auch noch die leckersten Cocktails bei toller Musik genießen.

Welche Reisezeit ist die beste Zeit, um Lissabon zu erkunden?
Da es im Sommer in Lissabon sehr heiß werden kann, bietet sich der Frühling oder der Spätsommer bestens für einen Städtetrip an.
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