Fallas in Dénia: Wenn die Costa Blanca in Flammen aufgeht


von Alexander Gresbek
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21. Februar 2026
21.
Februar 2026

Teaser: Ein ganzes Jahr Arbeit. Hunderttausende Euro. Kunstwerke, die bis zu 15 Meter in den Himmel ragen. Und dann, am 19. März, wird alles angezündet und brennt zu Asche. Die Fallas in Dénia an der Costa Blanca sind ein Fest der Vergänglichkeit, das süchtig macht – eine wilde Mischung aus Kunst, Pyrotechnik, Tradition und kollektivem Wahnsinn, die man erlebt haben muss, um sie zu verstehen.

Fallas an der Costa Blanca: Das spektakuläre Frühlingsfest in Dénia

Dénia – Wenn im März die Luft nach Schießpulver riecht, die Straßen gesperrt sind und riesige satirische Skulpturen die Stadtteile dominieren, dann sind die Fallas zurück. Dieses einzigartige Fest verwandelt die beschauliche Küstenstadt an der Costa Blanca in einen brodelnden Hexenkessel aus Farben, Lärm und Emotionen. Was in Valencia begann, hat in Dénia eine ganz eigene Ausprägung entwickelt – kleiner, aber nicht weniger intensiv. Manche sagen sogar: künstlerisch anspruchsvoller.

Die Zahlen sind beeindruckend: Elf Comisiones (Festgemeinschaften) organisieren das Spektakel, unterstützt von 2.150 eingetragenen Falleros. Jede Comisión investiert zwischen 50.000 und über 100.000 Euro in ihre Monumentos – die kunstvollen Skulpturen aus Holz, Karton und Styropor, die am Ende in Flammen aufgehen. Experten sind sich einig: Nach Valencia erreichen nur Alzira und Dénia dieses außergewöhnliche künstlerische Niveau bei den Fallas.

Doch die Fallas in Dénia sind mehr als nur brennende Kunstwerke. Sie sind ein Jahresprojekt, das die gesamte Stadt in Atem hält. Von den ersten Planungen im April bis zur Cremà, dem großen Feuer am 19. März, dreht sich in den elf Stadtvierteln alles um diese Tradition. Wer einmal die Mascletàs erlebt hat – jene ohrenbetäubenden Feuerwerkssalven, die den Boden erbeben lassen –, wer die prächtigen Falleras in ihren traditionellen Trachten gesehen hat, wer vor einem 15 Meter hohen Monument stand und wusste, dass es bald nur noch Asche sein wird, der versteht: Dies ist kein gewöhnliches Volksfest.

Von Tío Pep zur Tradition: Die Geschichte der Fallas in Dénia

Alles begann 1927 mit einer Stoffpuppe und einer Handvoll junger Männer aus dem Fischerviertel Les Roques. Sie nähten eine Figur, füllten sie mit Strandsand und tauften sie „Tío Pep“ – Onkel Pepe. Dann zogen sie durch die Straßen, sammelten alte Möbel ein und verbrannten das Ganze in einer improvisierten Hoguera. Keine Jury, keine Preise, keine große Organisation. Nur der Versuch, eine Tradition aus Valencia in die eigene Stadt zu bringen.

Zwanzig Jahre später, 1947, wagte die Gruppe „Penya del Tío Pep“ einen neuen Anlauf. Sie errichteten die erste richtige Falla Dénias an der Plaza del Mercat Municipal. Der Erfolg war überwältigend. Ein Jahr später, 1948, kam es zum entscheidenden Treffen in der Bar Neutro – einer Kneipe, die längst nicht mehr existiert, deren Name aber in der Geschichte der Fallas verewigt ist.

An jenem Abend wurden die ersten vier Comisiones gegründet: Centro, Maritim (heute Baix la Mar), Les Roques und Oeste. Zugleich entstand die Junta Local Fallera, die koordinierende Instanz, die bis heute das gesamte Fest organisiert. Der erste Präsident José Gualde Martí und seine Mitstreiter orientierten sich an Valencia, wussten aber: Dénia ist anders. Kleiner. Familiärer. Hier kennt jeder jeden.

Die Penya del Tío Pep pflanzte 1948 ein letztes Mal eine Falla und löste sich dann auf. Ihre Mission war erfüllt. Doch zwischen 1961 und 1967 drohte die Tradition zu erlöschen. Geldmangel, Enttäuschungen, Streitigkeiten – die Fallas-freien Jahre waren eine dunkle Zeit für Dénia. Die Straßen blieben im März leer, kein Pulvergeruch, keine Mascletàs, kein Feuer.

Ein großes Bildnis einer Frau mit ausgestreckten Armen wird während einer nächtlichen Verbrennung in Flammen und Rauch gehüllt.

1968: Der Neustart und die Obsession mit Qualität

Während 1968 in Paris Studenten auf die Barrikaden gingen und in Amerika Tausende gegen den Vietnamkrieg protestierten, beschloss eine Gruppe junger Leute in Dénia, dass es Zeit war, die Fallas zurückzubringen. Es war der Beginn der „zweiten Epoche“, die bis heute andauert. Nach und nach entstanden neue Comisiones: Saladar, Diana, Darrere del Castell, Campaments, Camp Roig, Port Rotes. Aus vier wurden elf.

Doch Dénia entwickelte etwas Besonderes: eine geradezu obsessive Liebe zur Qualität. „Von außen sagen sie uns, dass wir in Dénia verrückt sind“, erklärt ein Fallero. „Das Geld, das wir hier in die Fallas stecken, ist nicht normal.“ Er hat recht. Während Valencia hunderte Comisiones hat, von denen viele mit bescheidenen Budgets auskommen müssen, investiert Dénia Summen, die selbst in der Hauptstadt Respekt einflößen.

Die vier Comisiones der Sección Especial – París Pedrera, Centro, Baix la Mar und Oeste – verfügen jeweils über Budgets von mehr als 100.000 Euro. Pro Falla. Dazu kommen die Fallas Infantiles, die Kinder-Monumentos, die ebenfalls beachtliche Summen verschlingen. „Wir sind insgesamt 2.150 Falleros, verteilt auf nur elf Distrikte“, erklärt Jaume Bertomeu, Präsident der Junta Local Fallera. „Wenn Leute aus anderen Orten zu uns kommen, heben alle den spektakulären Level unserer Fallas hervor.“

Der Preis dafür ist hoch – nicht nur finanziell. Jede Comisión ringt Jahr für Jahr um die besten Künstler. Manchmal läuft nicht alles glatt: 2024 gab es Beschwerden über Künstler, die nicht das lieferten, was vertraglich vereinbart war. „Es ist eine große Enttäuschung“, sagt Bertomeu, „denn man ist nur ein Jahr lang Präsident. Nach all dem Aufwand, all dem Geld, all der Mühe – das haben sie nicht verdient.“

Das ganze Jahr Fallas: Von der Wahl bis zur Cremà

Die Fallas sind kein Event, das im März stattfindet und dann vorbei ist. Sie sind ein Lebensstil, der das ganze Jahr präsent bleibt. Bereits im April und Mai werden die neuen Positionen bekannt gegeben. Die wichtigste: die Fallera Mayor und die Fallera Mayor Infantil – die Repräsentantinnen jeder Comisión. Im Mai wählt die Stadt dann die Falleras Mayores de Dénia, die höchsten Repräsentantinnen der gesamten Stadt.

Die Wahl ist ein komplexer Prozess. Zwei Vertreter jeder Comisión, sieben Vertreter der Junta Local Fallera, der Bürgermeister, die Stadträtin für Feste und die Falleras Mayores des Vorjahres stimmen ab. Die Kandidatinnen präsentieren sich, verbringen einen Tag mit den Delegierten. Dann wird abgestimmt. Der Bürgermeister macht anschließend zwei Anrufe. Zwei junge Frauen erfüllt sich ein Traum.

Im Juli gibt es den Desfile de Carrozas, den Festwagenumzug – mitten im Sommer, als Vorgeschmack auf den März. Im September und Januar finden die Presentaciones statt, große Gala-Abende, bei denen jede Comisión ihre Fallera Mayor und ihre Pläne vorstellt. Am 8. Februar werden die Casales eingeweiht, die festlich geschmückten Vereinshäuser der Comisiones.

Vom 17. Februar bis 9. März läuft die Exposició del Ninot im Centro de Arte l’Estació: Jede Comisión stellt einen ihrer Ninots (Figuren) aus, und das Publikum stimmt ab, welcher „begnadigt“ wird – der einzige Ninot, der der Cremà entkommt und nicht verbrannt wird. Am 25. Februar ist die Crida, der offizielle Startschuss. Die Falleras Mayores lesen auf der Plaza de la Constitució den Bando vor, der die Fallas eröffnet. Ein emotionaler Moment, bei dem die Stadt ihren Töchtern symbolisch die Schlüssel übergibt.

Große skulpturale Figuren gehen während eines nächtlichen Festivals in Flammen auf, während eine Menschenmenge die Szene beobachtet und mit ihren Handys aufnimmt.

Die großen Tage in Dénia: 17. bis 19. März

Vom 11. bis 16. März werden die Monumentos aufgebaut. Straßen werden gesperrt, Kräne fahren auf, Künstler und Helfer arbeiten rund um die Uhr. Die Skulpturen können bis zu 15 Meter hoch sein, bestehen aus Dutzenden Einzelteilen aus Holz, Karton und Styropor. Jedes Teil ist ein Kunstwerk für sich – satirisch, kritisch, oft politisch inkorrekt.

Am 16. März abends stehen sie. Elf große Fallas, elf Fallas Infantiles, plus die Falla der Junta Local Fallera auf der Plaza del Consell. Insgesamt 23 Monumentos verwandeln Dénia in ein riesiges Freilichtmuseum.

17. März (Erster offizieller Tag)

Um 7 Uhr morgens beginnt die Despertà – Falleros und Blaskapellen ziehen durch die Straßen und wecken mit Knallern und Musik das ganze Viertel. Um 8 Uhr kommt die Jury und bewertet die Fallas nach verschiedenen Kategorien: Einfallsreichtum, touristische Kritik, Umweltkritik, Ornamentik, Bemalung und natürlich das beste Gesamtmonument.

Um 14 Uhr: Mascletàs in allen Stadtvierteln gleichzeitig. Der Boden bebt, die Luft riecht nach Pulver, die Ohren klingeln. Wer Mascletàs nicht kennt, versteht zunächst nicht, warum Menschen freiwillig in ohrenbetäubenden Lärm laufen. Doch es ist nicht nur Lärm – es ist Rhythmus, Vibration, ein physisches Erlebnis, das man im ganzen Körper spürt.

18. März (Zweiter Tag)

Mehr Despertàs, mehr Mascletàs. Die Comisiones feiern ihre Preise – oder ertragen ihre Nicht-Preise, je nachdem. Es gibt Albades, nächtliche Serenaden für die Falleras Mayores, begleitet von Blaskapellen. Die Straßen füllen sich mit Menschen in traditioneller Kleidung: die Falleras in prächtigen Trachten mit den charakteristischen aufwendigen Frisuren, die Falleros in bestickten Westen.

Am Nachmittag gibt es Pleitesías – Besuche der Falleras bei den verschiedenen Comisiones, eine Art feierlicher Rundgang durch die Stadt. Jede Comisión empfängt die Gäste mit Musik und kleinen Geschenken. Am Abend wieder Mascletàs und Verbenas, Straßenfeste, die bis in die frühen Morgenstunden dauern.

19. März (Día de Sant Josep – Der große Tag)

Um 7 Uhr wieder Despertà. Um 11 Uhr die Ofrenda de Flores, die Blumengabe an die Virgen de los Desamparados. Die Falleras ziehen in einer langen Prozession durch die Straßen, jede trägt einen Strauß, der vor dem Marienbildnis niedergelegt wird. Es ist ein bewegender Moment – der religiöse Kern einer ansonsten sehr weltlichen Feier.

Um 14:30 Uhr ein letztes Mal Mascletàs. Dann, ab 20 Uhr, beginnt die Cremà – das Feuer, das alles verzehrt.

Die Cremà in Dénia: Wenn Kunstwerke zu Asche werden

Gegen 20 Uhr versammeln sich die Menschen vor der Falla der Junta Local Fallera auf der Plaza del Consell. Das kleinste Monument wird als erstes angezündet. Dann, Comisión für Comisión, gehen die Fallas in Flammen auf. Die Reihenfolge ist festgelegt: Erst die Kinder-Fallas der Primera Sección, dann die der Sección Especial – mit Ausnahme der erstprämierten. Dann die großen Fallas, wieder in umgekehrter Reihenfolge der Preise.

Die Gewinner-Falla brennt zuletzt. Sie darf am längsten stehen bleiben. Aber auch sie wird brennen. Es ist ein seltsames, fast schmerzhaftes Gefühl, vor einer Falla zu stehen, in die eine Comisión ein ganzes Jahr, Zehntausende Euro und unzählige Arbeitsstunden gesteckt hat – und zu wissen, dass sie in wenigen Minuten nur noch Asche sein wird.

Die Künstler stehen in der Menge. Manche weinen. Manche lachen. Die meisten tun beides. Die Feuerwehr steht bereit – nicht um zu löschen, sondern um zu verhindern, dass die umliegenden Häuser Feuer fangen. Die Flammen schlagen meterhoch in den Himmel, die Hitze ist selbst aus sicherer Entfernung spürbar.

Kinder sitzen auf den Schultern ihrer Väter. Alte Frauen weinen. Teenager johlen. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Um Mitternacht ist es vorbei. Die Straßen sind leer, abgesehen von rauchenden Trümmerhaufen und Feuerwehrleuten, die die letzten Glutnester löschen.

Die Fallas sind Geschichte. Und irgendwo in einem Casal sitzt bereits jemand und plant das nächste Jahr.

Was macht die Fallas in Dénia an der Costa Blanca besonders?

Dénia liegt am Meer, und das prägt auch die Fallas. Viele Monumentos haben maritime Themen: Fischer, Boote, das Meer, der Hafen. Das Fischerviertel Baix la Mar ist eine der traditionsreichsten Comisiones – ihr Name bedeutet wörtlich „unten am Meer“, und ihre Falla steht nur einen Steinwurf vom Hafen entfernt.

Die Fallas in Dénia sind überschaubarer als in Valencia, aber dadurch auch familiärer. Man kann alle elf Monumentos zu Fuß besuchen, ohne sich in der Masse zu verlieren. In Valencia bewegt man sich anonym in der Menge. In Dénia kennt man die Leute, die in den Fallas stehen. Man weiß, wer die Fallera Mayor ist, man kennt den Präsidenten der Comisión, man hat vielleicht selbst beim Aufbau geholfen.

Und dann ist da das Essen. Natürlich wird überall Paella gegessen, aber in Dénia gibt es besondere Paella-Wettbewerbe während der Fallas. Und die Buñuelos de Calabaza – Kürbis-Krapfen, die in dickflüssige, süße heiße Schokolade getaucht werden. Jede Comisión hat ihren eigenen Stand, und die Buñuelos fließen in Strömen.

Die Fallas in Dénia sind nicht die größten. Nicht die berühmtesten. Nicht die ältesten. Aber für die 2.150 Falleros und die Tausenden, die jedes Jahr im März die Straßen füllen, sind sie die wichtigsten. Sie zeigen: Das Vergängliche ist nicht wertlos. Etwas, das nur drei Tage existiert, kann mehr Bedeutung haben als etwas, das ewig steht. Der Prozess ist wichtiger als das Produkt.

Praktische Informationen: Fallas in Dénia erleben

Termine 2026

Vorbereitungsphase

  • 8. Februar 2026: Einweihung der Casales (Vereinshäuser)
  • 17. Februar – 9. März 2026: Exposició del Ninot im Centro de Arte l’Estació
  • 25. Februar 2026: Crida (offizieller Startschuss) auf der Plaza de la Constitució

Haupttage

  • 11.–16. März 2026: Plantà (Aufbau der Monumentos)
  • 17.–19. März 2026: Hauptfeiertage mit Mascletàs, Preisverleihungen, Despertàs, Albades
  • 19. März 2026 (Día de Sant Josep): Ofrenda de Flores (11 Uhr), letzte Mascletà (14:30 Uhr), Cremà (ab 20 Uhr)

Hinweis: Das detaillierte Programm wird Ende Januar/Anfang Februar veröffentlicht. Aktuelle Informationen auf denia.com/fallas

Die elf Comisiones und ihre Standorte

  • Centro – Stadtzentrum, Plaza de la Constitució
  • Baix la Mar – Fischerviertel, nähe Hafen
  • Les Roques – Traditionelles Fischerviertel
  • Oeste – Westen der Stadt
  • París Pedrera – Nördlicher Stadtrand
  • Saladar – Südöstlich vom Zentrum
  • Diana – Avenida de Valencia
  • Darrere del Castell – „Hinter der Burg“
  • Campaments – Südlich vom Zentrum
  • Camp Roig – Nördliche Viertel
  • Port Rotes – Richtung Les Rotes

Tipp: Alle Monumentos sind zu Fuß erreichbar. Besorgen Sie sich einen Stadtplan mit den eingezeichneten Standorten (erhältlich bei der Touristeninformation).

Anreise nach Dénia

  • Mit dem Auto: AP-7 (Mautstraße) oder N-332 von Alicante (ca. 90 km, 1 Stunde)
  • Mit dem Bus: ALSA-Verbindungen von Alicante, Valencia, Benidorm
  • Mit der TRAM: Linie 9 von Alicante über Benidorm nach Dénia (ca. 2,5 Stunden, landschaftlich reizvoll)
  • Fähre: Baleària-Verbindungen von/nach Ibiza, Mallorca

Unterkunft

WICHTIG: Hotels und Ferienwohnungen MONATE im Voraus buchen! Unsere Empfehlungen:

  • Während der Fallas sind die meisten Unterkünfte in Dénia ausgebucht
  • Alternativ: Jávea (10 km), Oliva (15 km), Calpe (25 km) oder Benidorm (45 km)
  • Preise steigen während der Fallas deutlich an

Parken

  • Während der Fallas sind viele Straßen gesperrt
  • Öffentliche Parkplätze: Parking Ayuntamiento, Parking Les Rotes
  • Am besten: Zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein
  • Parkverbotszonen strikt beachten – wird rigoros abgeschleppt!

Was Sie mitbringen sollten

  • Ohrenschutz: Absolut essentiell! Die Mascletàs sind ohrenbetäubend (120+ Dezibel). Für Kinder Pflicht!
  • Bequeme Schuhe: Sie werden viel laufen
  • Kamera: Die Monumentos sind fotogen, die Cremà spektakulär
  • Bargeld: Viele kleine Stände akzeptieren keine Karten
  • Jacke: Abends kann es im März noch kühl werden
  • Geduld: Es wird voll. Es wird laut. Es wird chaotisch.

Verhalten und Tipps

Während der Mascletà

  • Mindestens 50 Meter Abstand halten
  • Kinder auf die Schultern nehmen oder Gehörschutz aufsetzen
  • Nicht erschrecken – es ist WIRKLICH laut
  • Danach riecht man nach Schießpulver (normal!)

Bei den Monumentos

  • Respektieren Sie die Absperrungen
  • Nicht anfassen – viele Details sind fragil
  • Fotografieren erlaubt und erwünscht
  • Beste Fotozeit: Vormittags (weniger Menschen) oder abends (beleuchtet)

Bei der Cremà

  • Früh einen Platz suchen (mindestens 30 Minuten vorher)
  • Sicheren Abstand halten – die Hitze ist enorm!
  • Kinder gut festhalten
  • Feuerwehr macht ihren Job – nicht behindern
  • Nach der Cremà: Vorsicht vor heißen Trümmerteilen

Kulinarisch

  • Buñuelos de Calabaza mit heißer Schokolade probieren (an jedem Comisión-Stand)
  • Paella-Wettbewerbe besuchen (oft öffentlich)
  • In den Casales gibt es oft traditionelle Speisen
  • Restaurants früh reservieren oder Wartezeiten einplanen

Sprache

Die Fallas sind eine valencianische Tradition. Viele Ansagen, Texte und Lieder sind auf Valenciano. Spanisch wird aber überall verstanden. Englisch in touristischen Bereichen, Deutsch selten.

Wichtige Begriffe

  • Falla: Das Monument, aber auch die Festgemeinschaft
  • Fallero/Fallera: Mitglied einer Comisión
  • Ninot: Figur innerhalb des Monuments
  • Cremà: Das Verbrennen
  • Mascletà: Pyrotechnisches Feuerwerk am Tag
  • Despertà: Morgendliches Wecken mit Knallern
  • Casal: Vereinshaus einer Comisión
  • Plantà: Aufstellen der Monumentos

Kosten

  • Eintritt zu den Fallas: KOSTENLOS
  • Mascletàs: KOSTENLOS
  • Cremà: KOSTENLOS
  • Besichtigung der Casales: Meist kostenlos, manchmal kleine Spende erwünscht
  • Buñuelos: ca. 3–5 € pro Portion
  • Essen/Trinken: Normal bis leicht erhöht während der Fallas
  • Parkplatz: ca. 10–15 € pro Tag

Beste Strategie für Erstbesucher

Tag 1 (17. März)

  • Vormittags: Rundgang zu allen 11 Monumentos
  • 14:00 Uhr: Erste Mascletà erleben (z.B. bei Centro)
  • Nachmittag: Preisverleihung besuchen, Casales besichtigen
  • Abend: Verbena in einem Viertel

Tag 2 (18. März):

  • Vormittags: Ausschlafen (wer kann) oder Despertà miterleben
  • Mittags: Buñuelos probieren
  • 14:00 Uhr: Mascletà in anderem Viertel
  • Nachmittag: Pleitesías folgen
  • Abend: Albades anhören

Tag 3 (19. März):

  • 11:00 Uhr: Ofrenda de Flores (Blumengabe)
  • 14:30 Uhr: Letzte Mascletà
  • 18:00 Uhr: Guten Platz für Cremà suchen
  • 20:00 Uhr: Cremà erleben (mindestens 2–3 Fallas anschauen)

Familien mit Kindern

  • Kinder lieben die Fallas – bunte Figuren, Knaller, Feuer
  • ABER: Gehörschutz bei Mascletàs ist Pflicht!
  • Despertà kann kleine Kinder erschrecken
  • Cremà ist spät (ab 20 Uhr) – ältere Kinder bevorzugt
  • Fallas Infantiles sind kinderfreundlicher gestaltet
  • Viele Casales haben Kinderaktivitäten

Weitere Events in Dénia

Im Sommer

  • Juli: Desfile de Carrozas (Festwagenumzug) – Vorgeschmack auf die Fallas
  • September/Januar: Presentaciones (Gala-Abende)

Kontakt und Information

Touristeninformation Dénia

Junta Local Fallera Dénia

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