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Zwei Meere, drei Länder, vier Sprachen und unzählige Tapas

Zwei Meere, drei Länder, vier Sprachen und unzählige Tapas

Andreas Breyer tourte mit dem Cabrio durch die Pyrenäen und reiste dazu auf Schienen an.

Wir erreichen Narbonne ausgeruht und mit einem kräftigen Frühstück im Magen. Unser Traum: mit offenem Verdeck durch den sonnigen Süden zu touren. Nur auf die strapaziöse Anreise hatten wir keine Lust. Deshalb haben wir uns und unser Cabrio sicher und bequem im DB-Autozug nach Südfrankreich bringen lassen. Flugs ist der Wagen abgeladen, dann brechen wir auf, entlang der traumhaft schönen Küstenstraße, die irgendwann ins Landesinnere abbiegt und kurz darauf Frankreich verlässt. Die Straßenschilder sagen uns: Wir sind zwar in Spanien, aber hier ist Katalanisch die Hauptsprache.

Figueres

Dali-Museum Figueres

Unser erstes Ziel ist Figueres. Schon von Weitem erkennen wir das Salvador Dali Museum an den charakteristischen Eiern auf dem Dach – und der Warteschlange davor. Zum Glück gibt es im Sommer einen Nachteintritt ab 22 Uhr.

Rafting in SortVon Figueres aus starten wir anderntags weiter in Richtung spanische Pyrenäen, vorbei am Mittelalterstädtchen Besalú, über zwei traumhafte Passrouten zum Wassersportzentrum Sort. Auch wir erproben bei einer Rafting-Tour auf den Gebirgsfluss Rio Noguera-Pallarese, was in uns steckt. Jeder muss mal baden im 14 Grad kalten Wasser – zum Glück gibt’s Neoprenanzüge. Wir beschließen, noch ein paar Tage länger in Sort zu bleiben. Von hier aus machen wir uns auf zu einer Wandertour über die Bergdörfer Enviny, Olp und Castellviny. Und dann ist auch der Pyrenäen-Zwergstaat Andorra nicht weit entfernt. Nach dem ruhigen Bergleben ist uns die quirlige Minimetropole Andorra La Vella mit etwa 22.000 Einwohnern und gefühlt doppelt so vielen Tagestouristen eine willkommene Abwechslung.

 

 

Ordesa Nationalpark

Talkessel des Ordesa-Nationalparks mit dem Gebirgsmassiv des Monte PerdidoUnsere nächste Station ist Torla, ein verschlafenes Bergdorf und Ausgangsort für Wandertouren im Ordesa-Nationalpark. Morgens in aller Frühe geht es von hier los. Wir folgen dem Rundkurs Faja de Pelay durch das ganze Ordesa-Tal: 18 km Streckenlänge und das bei 650 Meter Höhenunterschied, erst hoch zum atemberaubenden Aussichtspunkt Mirador, dann bergab zum imposanten Wasserfall Cola de Cabaillo. Den Namen Pferdeschschweif trägt er mit Recht, wie wir finden.

 

 

Pamplona

Abendstimmung auf der Plaza del Castillo in PamplonaAls nächstes geht es nach Pamplona, bei dem viele vor allem an die Stierhatz durch die Gassen der Stadt denken – Höhepunkt des jährlichen San Fermín Festes. Wir treffen aber nur weit harmlosere Gestalten:Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Im Pflaster eingelassene Symbole der Jakobsmuschel weisen ihnen den Weg durch die Altstadt.

 

 

San Sebastian

Große Tapas-Auswahl in den Bars von San Sebastian

Pamplona ist uns auch Ausgangsort für Tagesausflüge an den Atlantik, zum Badeort Zarauz oder tags darauf zur baskischen Küstenstadt San Sebastian, wo wir in der Altstadt durch die Fermin Calbetón von einer Tapas-Bar zur nächsten streifen. Jede Bar hat ihren eigenen Tapas-Favoriten – und wir probieren sie alle.

 

Kathedrale von St.-Bertrand-de-Comminges

Die Kathedrale von St.-Bertrand-de-CommingesAllmählich wird es Zeit, sich wieder dem Autozug-Terminal zu nähern. Wir legen einen großen Teil der Strecke auf der Autobahn zurück bevor wir uns ein Zimmer im französischen Saint-Bertrand de Comminges suchen, gleich unterhalb der imposanten Kathedrale. Nur wenige Besucher übernachten hier oben, was nach Einbruch der Dunkelheit eine gespenstische Atmosphäre beschert. Am nächsten Morgen gelingt uns noch ein Abstecher zur Gargas-Höhle mit ihren steinzeitlichen Wandmalereien, dann geht es zurück nach Narbonne-Plage, wo wir die letzten Tage faul zwischen Strand, Fischrestaurants und Hotel verbringen.

Im Nachtzug nachhause ziehen wir zufrieden Bilanz: Wir haben in zwei Meeren gebadet, sind durch drei Länder gereist, haben vier Sprachen gehört und unzählige leckere Tapas verspeist.

Über den Autor

Andreas Breyer

Freier Fachjournalist, Reisefotograf. Er berichterstattet mal mit, mal ohne Maske; aber immer von dort wo es schön ist. Zu Hause ist er in der Welt der Wirtschaft, der Technik – und eben in der Welt an sich.

1 Kommentar

  1. Oliver Heinrich

    Wenn man die Bilder sieht und den Artikel liest, will man sofort in den Zug steigen und in die Pyrenäen aufbrechen!
    Ein toller Reisebericht!

    Antworten

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